Nach dem über 4-wöchigen Zwangs-Aufenthalt in San Christobal de las Casas starteten wir sehr zuversichtlich in Richtung Pazifik und Oaxaca. Wir hatten noch ca. 2 ½ Wochen Zeit, bis unser Flieger zurück nach Deutschland ging. In dieser Zeit wollten wir einige Sehenswürdigkeiten bei Oaxaca besuchen und dann weiter zu unserem geplanten MAN-Abstellplatz bei Mexiko-City fahren. Aber schon in Küstennähe sind wir nach einer durchregneten Nacht hoffnungslos eingesackt. Umso schöner und lohnenswert waren dann die Aufenthalte rund um Oaxaca. Der MAN machte sich gut, nur der Antrieb war ungewohnt laut. Bis es dann vor Huamantla, ca. 190 Kilometer vor unserem MAN-Abstellplatz, laut knallte und unsere Tour ein jähes Ende fand.
Unsere Höhen und Tiefen auf dieser Teilstrecke könnt ihr in unserem PDF-Bericht verfolgen: >>> Freude – Frust – Hoffnung <<<.
Zusätzlich könnt ihr unsere Bilderreihe mit den kulturellen und problematischen Ereignissen genießen. Diese startet ihr mit einem Mausklick auf das erste Bild im Vollbildmodus (ggf. zum Weiterblättern die Pfeiltasten benutzen!). Die Schriftdarstellung bei Mobilgeräten kann evtl. nur mit einem Klick auf den Info-Button unter dem Bild erfolgen.
Dass San Christobal de las Casas…
mit seiner mittelalterlichen Kathedrale…
für über 4 Wochen…
unser Wohnort auf dem Werkstattgelände wurde, …
konnten wir nicht ahnen.
Erst nachdem die Planetengetriebe und…
das Verteilergetriebe demontiert sind, …
stellen sich die immensen Schäden heraus.
Während unserer wöchentlichen Einkaufstour…
sind wir von der entspannten Atmosphäre und den nostalgischen Fahrzeugen angetan.
Als wir auf dem Stellplatz bei Las Tejas ankamen, war hier noch eine Schotterpiste, …
als wir morgens abfahren wollen, ein kleiner Fluss,…
der den Randbereich in einen…
lehmigen Untergrund verwandelte.
Unser Stellplatz für zwei Nächte…
und drei Tage, bis…
endlich Hilfe naht.
Hoffnung und Erleichterung, gepaart mit dem Einsatz unserer AMR-Bergegurte…
und den AMR-Sandbords sowie Men- and Chevy-Power…
wird der MAN aus…
dem Schlamm und somit…
seiner misslichen Lage befreit.
Ein Erfolgserlebnis, nicht nur für uns, sondern auch für unsere „Befreier“.
In Mitla gönnen wir uns nach diesen anstrengenden Tagen einen wohlverdienten Imbiss in entspannter Umgebung.
Die San Pablo-Kirche in Mitla…
wurde aus den Steinen…
der Tempelanlage der Zapoteken und Mixteken gebaut.
Das Zeremonialzentrum mit seinen…
unterirdischen Grabkammern wurde von den Spaniern zerstört.
Die Tempelgebäude sind mit, in dieser Art einmaligen, …
Muster- und Dekorations-Friesen…
aus erhabenen Mosaiken, die früher farbig gestaltet waren, verziert.
Hierve el Agua, nicht weit von Mitla entfernt, …
fasziniert mit seinen Sinter-Wasserfällen…
sowie den 24°C warmen Wasserbecken.
Rustikal und lecker – ein Imbiss nach dem Bad in den Kaskadenpools.
Pseudo-Revierkampf an unserem Stellplatz.
Das Gebiet um Mitla ist ein Zentrum der kleinen „handmade“…
Brennereien des Mezcal-Agavenschnapses.
In Santa Maria el Tule steht diese, über 2000 Jahre alte, 58m hohe Zypresse…
mit über 14 Meter Durchmesser…
und dem gewaltigen Gewicht von 640 Tonnen.
Die Fußball-WM hier in Mexiko zeigt sich für uns erst hier beim Einkauf in Oaxaca.
Durch Oaxaca auf der Anfahrt zum 1950m hohen Monte Alban.
Die Anlage, erbaut um 500 v.Chr. von den Olmeken, …
war von 250 bis 750 n.Chr. ein religiöses Zentrum der Zapoteken.
Auf dem weitläufigen Gelände befinden sich etliche Paläste und Tempelruinen…
mit ausdrucksvollen Reliefplatten, …
die als Danzantes (Tänzer) bezeichnet werden, …
sowie gut erhaltene Grabkammern.
Im Museum sind u.a. diese Gottheitsfiguren der Zapoteken ausgestellt.
Neben diesem neugierigen bunten Nachbarn am Tage…
hatten wir hunderte Gnitzen, kleinste Blutsauger, als ungebetene Nachtbesucher.
Weiter auf der MEX135, vorbei an dem mit einem Kilometer Durchmesser und hundert Meter tiefen Aljojuca-Kratersee, …
geht es nach San Francisco Cuexconti.
Kurz nach der Abfahrt aus San Francisco – erschreckt uns ein mächtiger Knall. An dieser Werkstatt hoffen wir auf erste Hilfe.
Nach 22km Schleichfahrt bis Huamantla entdecken wir zusätzlich einen defekten Kühlwasserschlauch.
Unsere Werkstatt bei den „fliegenden“ Mechanikern.
Der Schaden im Planetengetriebe: …
Nicht nur das neue Sonnenrad im Planetengetriebe ist gebrochen, …
sondern auch alle Zahnkränze sind zermalmt.
Wir verlassen unseren MAN und die Straßenwerkstatt.
Unser Mechaniker Luis fährt uns zum Busterminal in Huamantla.
Von dort geht es in einer 3-stündigen Fahrt…
nach Mexiko-Stadt zum Flughafen Benito Juarez.
Hier sind die Fußball-WM-Spiele präsent.
Auch wir schauen uns die Übertragung England : Ghana an.
Die Rückflugroute nach Frankfurt, wesentlich südlicher als der Hinflug, …
aber mit knapp 12000m erheblich höher.
Beim Anflug auf Frankfurt…
und Berlin – das geregelte Deutschland hat uns wieder.
Nach 14 Stunden Flug wieder sicher auf heimischem Boden.
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