Nach dem über 4-wöchigen Zwangs-Aufenthalt in San Christobal de las Casas starteten wir sehr zuversichtlich in Richtung Pazifik und Oaxaca. Wir hatten noch ca. 2 ½ Wochen Zeit, bis unser Flieger zurück nach Deutschland ging. In dieser Zeit wollten wir einige Sehenswürdigkeiten bei Oaxaca besuchen und dann weiter zu unserem geplanten MAN-Abstellplatz bei Mexiko-City fahren. Aber schon in Küstennähe sind wir nach einer durchregneten Nacht hoffnungslos eingesackt. Umso schöner und lohnenswert waren dann die Aufenthalte rund um Oaxaca. Der MAN machte sich gut, nur der Antrieb war ungewohnt laut. Bis es dann vor Huamantla, ca. 190 Kilometer vor unserem MAN-Abstellplatz, laut knallte und unsere Tour ein jähes Ende fand.

Happy, endlich nach 26 Tagen aus der Umklammerung der Werkstatt befreit zu sein, starteten wir in Richtung Yucatan. Der MAN lief gut und wir beschlossen auf dem Weg dorthin, möglichst keine öden Highways zu fahren. Aber mit solchen megaschlechten Haupt- und Nebenstraßen haben wir nicht gerechnet. Wir mussten ständig nur auf den Weg achten, um die tiefen Schlaglöcher und vielen Topes (Speedbreaker) nicht zu übersehen. Die Gegend genießen? Das konnten wir während der Fahrt ganz selten. Begeistert haben uns dagegen die Ruinenstätten, die an unserer Reiseroute lagen. Und dann fing er doch wieder an zu muckeln – unser MAN.

Unsere bisher nördlichste Flugroute brachte uns pünktlich nach Mexiko, wo wir uns dann auch gleich intensiv mit der mexikanischen Bürokratie auseinander zu setzen hatten. Nach unserem entspannten Kurzaufenthalt in Mexiko-City ging es mit dem PrimeraPlus-Bus zur Werkstatt in Querétaro. Gespannt waren wir auf den Reparaturfortschritt unseres MAN’s.

In Veracruz warteten wir länger als gedacht auf die Freigabe des MAN durch den Zoll. Die Abwicklung war ein einziges Chaos und die Informationen mehr als spärlich. Die Inspektion des MAN brachte dann das Fass zum Überlaufen. Wir waren einfach nur noch genervt. Außerdem machte der MAN schon beim Abholen aus dem Hafen Sperenzien.